BauSpar Direkt Logo BauSpar Direkt Kontakt
Kontakt

Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage erklärt

Wer bekommt diese staatlichen Zuschüsse? Wie hoch sind sie? Was musst du beachten, um die volle Förderung zu erhalten?

10 min Lesezeit · Anfänger · März 2026
Regierungsgebäude symbolisiert staatliche Förderung und Wohnungsbauprämie für Bausparer

Warum die Staat Bausparer unterstützt

Deutschland möchte mehr Menschen beim Immobilienerwerb helfen. Deshalb gibt’s zwei wichtige Förderungen: die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage. Sie’re nicht das Gleiche — jede hat ihre eigenen Bedingungen. Viele Menschen lassen Geld liegen, weil sie nicht wissen, wofür sie berechtigt sind.

Die gute Nachricht? Wenn du einen Bausparvertrag hast oder planst, einen zu eröffnen, könnten dir mehrere hundert Euro pro Jahr zufließen — völlig steuerfrei. Das funktioniert aber nur, wenn du die Spielregeln kennst. Wir zeigen dir genau, wie es funktioniert.

Beratungsgespräch zwischen Finanzberater und Kundin zu staatlichen Förderungen beim Bausparen

Die zwei Förderungen im Überblick

Unterschiede, die du kennen solltest

Wohnungsbauprämie

  • Für alle Bürger
  • Bis 10% der Sparleistung
  • Max. 45 Euro pro Jahr (Alleinstehende)
  • Keine Einkommensgrenze

Arbeitnehmersparzulage

  • Nur für Arbeitnehmer
  • 20% der Sparleistung
  • Max. 80 Euro pro Jahr
  • Einkommensgrenze: 17.900 Euro/Jahr

01. Wohnungsbauprämie: Das Einstiegs-Förderprogramm

Die Wohnungsbauprämie ist für jeden gedacht. Ob du Angestellter, Freiberufler oder Selbstständiger bist — das spielt keine Rolle. Sie wird automatisch gezahlt, wenn dein Bausparvertrag die Voraussetzungen erfüllt.

Hier’s der Deal: Der Staat zahlt dir 10% deiner jährlichen Sparleistung, maximal 45 Euro (Alleinstehende) oder 90 Euro (Verheiratete, zusammen veranlagt). Das klingt nicht viel, aber über Jahre summiert sich’s. Und das Beste: Es gibt keine Einkommensgrenzen.

Wichtig: Du musst die Prämie in deiner Steuererklärung angeben. Aber keine Sorge — das ist ganz unkompliziert. Die Bausparkasse macht dir ein Formular (Anlage WB).

Sparplan-Diagramm zeigt steigende Sparleistung und Wohnungsbauprämie über mehrere Jahre
Junger Arbeitnehmer bei der Arbeit, symbolisiert Zielgruppe der Arbeitnehmersparzulage

02. Arbeitnehmersparzulage: Doppelte Förderung

Wenn du angestellt bist, kommst du in den Genuss der Arbeitnehmersparzulage. Diese ist deutlich großzügiger als die Wohnungsbauprämie. Der Staat zahlt dir 20% deiner Sparleistung — doppelt so viel!

Maximal 80 Euro pro Jahr sind drin. Das erreichst du, wenn du mindestens 400 Euro pro Jahr sparst (20% von 400 = 80 Euro). Die meisten Menschen mit Bausparvertrag sparen ohnehin mehr. Wichtig: Es gibt eine Einkommensgrenze. Du darfst nicht mehr als 17.900 Euro brutto im Jahr verdienen — unverheiratete Arbeitnehmer. Bei Verheirateten liegt die Grenze bei 35.800 Euro.

Das Beste daran: Du kannst BEIDE Förderungen gleichzeitig bekommen! Wohnungsbauprämie plus Arbeitnehmersparzulage. Das bedeutet 30% deiner Sparleistung vom Staat.

03. Die Bedingungen: Was du beachten musst

Förderung gibt’s nicht einfach so. Es gibt klare Regeln, die du erfüllen musst:

1

Sparphase einhalten

Du musst mindestens 7 Jahre lang sparen, bevor die Prämie ausgezahlt wird. Und du darfst nicht vor Ende dieser 7 Jahre auf dein Guthaben zugreifen — sonst verlierst du die Prämie.

2

Verwendung für Wohneigentum

Die Prämie wird nur gezahlt, wenn du das Geld für Wohneigentum verwendest — Kauf oder Neubau einer Immobilie. Kauf von Grundstücken allein zählt nicht. Modernisierung und Instandhaltung sind auch okay.

3

Innerhalb von 2 Jahren nutzen

Nach der Zuteilung (wenn die Sparphase vorbei ist) hast du 2 Jahre Zeit, um das Darlehen aufzunehmen und die Immobilie zu kaufen oder zu bauen. Danach verfällt die Prämie.

4

Steuererklärung einreichen

Die Prämie ist zwar steuerfrei, muss aber in der Einkommensteuer angegeben werden (Anlage WB oder AZ). Ohne Anmeldung kein Geld. Deine Bausparkasse hilft dir mit den Unterlagen.

04. Deine Checkliste: Bist du berechtigt?

Durchgeh diese Punkte durch. Wenn du bei beiden Programmen alle Haken setzt, bekommst du die maximale Förderung.

Wohnungsbauprämie — für wen?

Du hast einen Bausparvertrag
Du sparst regelmäßig Geld ein
Du wirst das Geld für Wohneigentum nutzen
Du hast kein Einkommenslimit zu beachten

Arbeitnehmersparzulage — für wen?

Du bist angestellt (kein Freiberufler/Selbstständiger)
Dein Bruttojahreseinkommen liegt unter 17.900 Euro (oder 35.800 Euro verheiratet)
Du sparst mindestens 400 Euro pro Jahr
Du nutzt das Geld für Wohneigentum

Praktische Tipps: So holst du das Maximum raus

Regelmäßig sparen

Je mehr du sparst, desto höher die Prämie. Mit 450 Euro pro Jahr bekommst du schon die maximale Arbeitnehmersparzulage (90 Euro). Mit 550 Euro sparst du für höhere Bauspardarlehen später.

Fristen nicht verpassen

Die 7-Jahres-Sparfrist ist hart. Kein vorzeitiger Zugriff — sonst weg ist die Prämie. Und nach Zuteilung hast du nur 2 Jahre, um das Darlehen zu nutzen. Kalender markieren!

Steuererklärung rechtzeitig machen

Ohne Anmeldung bei der Steuererklärung kein Geld. Die Bausparkasse gibt dir die Formulare. Vergiss nicht, Anlage WB oder AZ einzureichen. Fristen: Steuererklärung muss bis 31.10. des nächsten Jahres eingereicht sein.

Einkommensgrenzen beachten

Bei der Arbeitnehmersparzulage zählt dein Bruttojahreseinkommen. Freiberufler und Selbstständige fallen raus. Wenn dein Einkommen die Grenze überschreitet, bekommst du immerhin noch die Wohnungsbauprämie.

Das Wichtigste zusammengefasst

Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage sind echte Geschenke vom Staat. Es geht um Geld, das du nicht verdient hast, aber bekommen kannst. Manche Menschen lassen sich 500-800 Euro über mehrere Jahre entgehen, weil sie nicht wissen, wie’s funktioniert.

Die Regeln sind nicht kompliziert. Du brauchst einen Bausparvertrag, musst 7 Jahre sparen, darfst das Geld nicht anfassen, und musst es für eine Immobilie nutzen. Wenn du angestellt bist und nicht zu viel verdienst, bekommst du sogar 30% deiner Sparleistung zurück.

Das ist die Essenz: Starten, durchhalten, Fristen beachten, Steuererklärung machen. Fertig. Und in 7 Jahren hast du nicht nur deine Ersparnisse, sondern auch mehrere hundert Euro Förderung.

Bereit, es selbst zu versuchen?

Sprich mit deiner Bausparkasse oder einem Finanzberater über deine persönliche Situation. Jeder Fall ist unterschiedlich, und wir können hier nur die Basics zeigen.

Disclaimer

Dieser Artikel bietet allgemeine Informationen über Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage. Es ist keine Finanzberatung und ersetzt nicht die persönliche Beratung durch einen Experten. Die Gesetze und Regelungen können sich ändern. Aktuelle Informationen findest du bei der Bausparkasse, beim Finanzamt oder auf der Website des Bundesfinanzministeriums. Für deine konkrete Situation solltest du einen Berater oder Steuerexperten konsultieren.